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	<title>Kommentare zu: Die Heilpraxis als Baumgrafik</title>
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	<description>Alternativmedizin vor den Toren von Wolfsburg</description>
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		<title>Von: flaut michael</title>
		<link>http://www.ambu-alternativ.de/artikel/heilpraxis-als-baumgrafik/comment-page-1#comment-13</link>
		<dc:creator>flaut michael</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 13:38:09 +0000</pubDate>
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		<description>wow das hätte  ich  gar nicht gedacht!

Ich kenne so eine ähnliche Sache mit Farben von Goethe und Rimbaud 

Rimbaud
A schwarz, E weiß, I rot, U grün, O blau: Vokale
Einst spreche ich die Dinge aus, die in euch liegen:
A, schwarzes, samtenes Korsett schillernder Fliegen,
Die sich versammeln auf verfaultem, grausem Mahle,
Nachtgolf; E, Gletscherspeer hoch überm Alpentale,
Schneefürsten, Weiß des Dampfs, der Zelte, Doldenwiegen;
I, Purpurstoff, Blutsturz, Gelächter, aufgestiegen
Aus schönem Mund in Zorn und Rausch am Büßerpfahle;

U, grüner Meeresflut göttliches Schwingen, Kreisen,
Ruhe der Weiden und des Viehs, Ruhe der Weisen,
In deren Stirn eingrub die Alchemie ihr Mal;

Oh, höchstes Horn, aus dem seltsame Schreie steigen,
Vom Stern- und Engelchor durchzognes ewiges Schweigen, – Das Omega, o ihrer Augen Veilchenstrahl!

goethe 

Ein Zitat zu seiner Harzreise erschließt die emotionale Basis für das Interesse Goethes an den Farben.

    „Auf einer Harzreise im Winter (29. November bis 16. Dezember 1777) stieg ich gegen Abend vom Brocken herunter, die weiten Flächen auf- und abwärts waren beschneit, die Heide von Schnee bedeckt, alle zerstreut stehenden Bäume und vorrangenden Klippen, auch alle Baum- und Felsenmassen völlig bereift, die Sonne senkte sich eben gegen die Oderteiche hinunter.
    Waren den Tag über, bei dem gelblichen Ton des Schnees, schon leise violette Schatten bemerklich gewesen, so mußte man sie nun für hochblau ansprechen, als ein gesteigertes Gelb von den beleuchteten Teilen widerschien. Als aber die Sonne sich endlich ihrem Niedergang näherte und ihr durch die stärkeren Dünste höchst gemäßigter Strahl die ganze, mich umgebende Welt mit der schönsten Purpurfarbe überzog, da verwandelte sich die Schattenfarbe in ein Grün, das nach seiner Klarheit einem Meergrün, nach seiner Schönheit einem Smaragdgrün verglichen werden konnte.
    Die Erscheinung ward immer lebhafter, man glaubte sich in einer Feenwelt zu befinden, denn alles hatte sich in die zwei lebhaften und so schön übereinstimmenden Farben gekleidet, bis endlich mit dem Sonnenuntergang die Prachterscheinung sich in eine graue Dämmerung und nach und nach in eine mond- und sternhelle Nacht verlor.“

    – Rückblick

Derartige Beobachtungen finden sich gleichfalls auf der Reise nach Italien. Hier beschäftigte er sich wohl während seiner Italienreise (1786–88) aus künstlerischem Interesse mit dem Kolorit in der Malerei. Er aquarellierte selbst und studierte die italienische Landschaftsmalerei.

In der Farbenlehre schreibt er im Zusammenhang mit seiner Italienreise:

    „Ich hatte nämlich zuletzt eingesehen, daß man den Farben, als physischen Erscheinungen, erst von der Seite der Natur beikommen müsse, wenn man in der Absicht auf die Kunst etwas über sie gewinnen wolle. Wie alle Welt war ich überzeugt, daß die sämtlichen Farben im Licht enthalten seien; nie war es mir anders gesagt worden, und niemals hatte ich die geringste Ursache gefunden, daran zu zweifeln.“

Farben können so einiges erzeugen. Tolle Seite, viel besser als die alte.
Flaut michael</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>wow das hätte  ich  gar nicht gedacht!</p>
<p>Ich kenne so eine ähnliche Sache mit Farben von Goethe und Rimbaud </p>
<p>Rimbaud<br />
A schwarz, E weiß, I rot, U grün, O blau: Vokale<br />
Einst spreche ich die Dinge aus, die in euch liegen:<br />
A, schwarzes, samtenes Korsett schillernder Fliegen,<br />
Die sich versammeln auf verfaultem, grausem Mahle,<br />
Nachtgolf; E, Gletscherspeer hoch überm Alpentale,<br />
Schneefürsten, Weiß des Dampfs, der Zelte, Doldenwiegen;<br />
I, Purpurstoff, Blutsturz, Gelächter, aufgestiegen<br />
Aus schönem Mund in Zorn und Rausch am Büßerpfahle;</p>
<p>U, grüner Meeresflut göttliches Schwingen, Kreisen,<br />
Ruhe der Weiden und des Viehs, Ruhe der Weisen,<br />
In deren Stirn eingrub die Alchemie ihr Mal;</p>
<p>Oh, höchstes Horn, aus dem seltsame Schreie steigen,<br />
Vom Stern- und Engelchor durchzognes ewiges Schweigen, – Das Omega, o ihrer Augen Veilchenstrahl!</p>
<p>goethe </p>
<p>Ein Zitat zu seiner Harzreise erschließt die emotionale Basis für das Interesse Goethes an den Farben.</p>
<p>    „Auf einer Harzreise im Winter (29. November bis 16. Dezember 1777) stieg ich gegen Abend vom Brocken herunter, die weiten Flächen auf- und abwärts waren beschneit, die Heide von Schnee bedeckt, alle zerstreut stehenden Bäume und vorrangenden Klippen, auch alle Baum- und Felsenmassen völlig bereift, die Sonne senkte sich eben gegen die Oderteiche hinunter.<br />
    Waren den Tag über, bei dem gelblichen Ton des Schnees, schon leise violette Schatten bemerklich gewesen, so mußte man sie nun für hochblau ansprechen, als ein gesteigertes Gelb von den beleuchteten Teilen widerschien. Als aber die Sonne sich endlich ihrem Niedergang näherte und ihr durch die stärkeren Dünste höchst gemäßigter Strahl die ganze, mich umgebende Welt mit der schönsten Purpurfarbe überzog, da verwandelte sich die Schattenfarbe in ein Grün, das nach seiner Klarheit einem Meergrün, nach seiner Schönheit einem Smaragdgrün verglichen werden konnte.<br />
    Die Erscheinung ward immer lebhafter, man glaubte sich in einer Feenwelt zu befinden, denn alles hatte sich in die zwei lebhaften und so schön übereinstimmenden Farben gekleidet, bis endlich mit dem Sonnenuntergang die Prachterscheinung sich in eine graue Dämmerung und nach und nach in eine mond- und sternhelle Nacht verlor.“</p>
<p>    – Rückblick</p>
<p>Derartige Beobachtungen finden sich gleichfalls auf der Reise nach Italien. Hier beschäftigte er sich wohl während seiner Italienreise (1786–88) aus künstlerischem Interesse mit dem Kolorit in der Malerei. Er aquarellierte selbst und studierte die italienische Landschaftsmalerei.</p>
<p>In der Farbenlehre schreibt er im Zusammenhang mit seiner Italienreise:</p>
<p>    „Ich hatte nämlich zuletzt eingesehen, daß man den Farben, als physischen Erscheinungen, erst von der Seite der Natur beikommen müsse, wenn man in der Absicht auf die Kunst etwas über sie gewinnen wolle. Wie alle Welt war ich überzeugt, daß die sämtlichen Farben im Licht enthalten seien; nie war es mir anders gesagt worden, und niemals hatte ich die geringste Ursache gefunden, daran zu zweifeln.“</p>
<p>Farben können so einiges erzeugen. Tolle Seite, viel besser als die alte.<br />
Flaut michael</p>
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